Clinton, Obama & Luxusprobleme der Geschichte

Würde Hillary Clinton US-Präsidentin, so hätte sie dasselbe Luxusproblem wie Obama: Beide hätten dann schon mit dem Eintritt ins Amt Historisches geleistet und somit ihre Mission erfüllt – er als erster Dunkelhäutiger, sie als erste Frau im Oval Office.

Mit dem Wohlwollen der Geschichte im Rücken würde Clinton derselben Gefahr ausgesetzt sein wie Obama – Zitate aneinanderzureihen, anstatt harte Politik zu machen. Reden zu halten, die emotional und schön wären, große Bilder zu produzieren, wohl wissend, dass gute Rhetorik und kluge Inszenierungen oftmals tatsächliche Handlungen überstrahlen; besonders in der Rückschau. – Nobelpreis schlägt Drohnenkrieg.

Brauchen die USA und brauchen die Frauen weltweit weitere vier oder acht Jahre Symbolpolitik? Brauchen sie. Aber sie brauchen auch noch etwas anderes: brutal gute politische Entscheidungen. Ob man Clinton beides zugleich zutrauen kann, ließe sich nur beantworten, wenn sie gewänne.
Also, liebe Amerikaner: trial & error der Weltgeschichte am Wahlautomat. It’s your choice.

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