CSU for ever? For ever ever? For ever ever ever?

Was macht man als begabter Mensch in Bayern? – Man geht nicht in die Politik, so viel steht fest.

Das Fallobst, das unter den 12 Millionen Bayern (mehr als Norweger und Dänen zusammen!) ausgewählt wird, um nach Berlin zu kommen und einen Kabinettssessel anzuwärmen, ist so mittelmäßig, dass man sich fragen muss, ob unsere Trachtenfreunde ihre Talente frühzeitig ausbürgern oder die Alm hinauftreiben.

Ein kleine Bestandsaufnahme:

1. Christian Schmidt, Landwirtschaftsminister: Der Mann hält kurz nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo allen Ernstes ein Schild in die Kamera, auf dem steht: „Je suis Greußener Salami“. Dann lacht er kindisch und sagt: „Je suis auch Schwäbische Spätzle! Und Allgäuer Emmentaler!“ Schade eigentlich, dass niemand ein Schild mit der Aufschrift „Je suis bekloppt“ dabei hatte.

2. Gerd Müller, Entwicklungshilfeminister: Während auf dem Mittelmeer die Flüchtlinge jämmerlich ersaufen, befindet sich der ehemalige Präsident des Deutschen Heilbäderverbands in den USA und ruft den über 200.000 Besuchern eines Weltverbesserungsfests mit üblem bayrischen Akzent zu, er sei from Germany und habe die Vision einer „wörld without hannga“. Nie ist einem das Fremdschämen so leichtgemacht worden.

3. Alexander Dobrindt, Verkehrsminister: Der schneidigste unseres Minister-Trios widmet seine Hingabe der Umsetzung einer PKW-Maut, die ökonomisch unsinnig, juristisch nicht haltbar, ausländerfeindlich, uneuropäisch und von der großen Mehrheit der Bevölkerung nicht gewollt ist – Chapeau, selten hat ein Mensch so viel Machtwillen auf so wenige Hirnareale verteilt.

Könnten wir uns nicht wenigstens darauf einigen, dass in Zukunft unsere peinlichsten Volksvertreter nur noch national und unter Ausschluss der Öffentlichkeit eingesetzt werden?

Aber wer sollte dann die CSU vertreten? Ihr Generalsekretär, der einen Doktortitel hat, der mehr als halbseiden ist? Oder doch besser der Vorsitzende, von dem amerikanische Diplomaten einst weise in ihren Akten notierten, er sei meist nicht so ganz auf der Höhe der Dinge?

Vielleicht sollte man in Bayern doch mit dem intellektuellen Almabtrieb beginnen. Und wenn es am Ende eine alte Kuh ist, die Bayern in irgendein Bundesministerium entsendet, dann wäre das mit Sicherheit keine Verschlechterung. Sympathischer und ehrlicher wäre es sowieso allemal.

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