Deutsch-Britische-Regelkunde

Wendete man die deutsche Art mit Mehrheitsverhältnissen umzugehen auf das britische Wahlergebnis an, so gäbe es eine klare Ausgangslage:

Scotish National Party und Grüne wären unter der 5%-Hürde und damit ebenso nicht vertreten wie andere Kleinparteien (zusammen 12,2%). Stattdessen säßen vier Parteien im Parlament:

Partei Wahlergebnis Anteil der Sitze
Konservative 36,80% 41,91%
Labour 30,50% 34,74%
UKIP 12,70% 14,46%
Liberale 7,80% 8,88%
87,80% 100%

Es würde hier gerade so für eine konservativ-liberale Koalition (50,79%) oder ein rechts-konservatives Bündnis (56,37%) reichen. Alternativ dazu stünde eine große Koalition zwischen Konservativen und Labour im Raum. Labour selbst könnte nur dann regieren, wenn sie mit Liberalen und UKIP eine Dreierkoalition bildeten.

Nach britischer Lesart wird es eine rein konservative Alleinherrschaft. Da darf man sich jetzt streiten, was im konkreten Fall besser oder schlechter ist…

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Ein Gedanke zu “Deutsch-Britische-Regelkunde

  1. Die Grünen wären auch nach deutschem Wahlrecht mit eben diesem einen Direktmandat im Parlament, ebenso wie alle anderen Parteien, die 1 oder 2 Wahlkreise gewonnen haben. Vor allem würden aber darüberhinaus gemäß Grundmandatsklausel fünf weitere Parteien in Höhe ihres prozentualen Anteils ins Parlaments einziehen: Scottish National Party, Democratic Unionist Party, Sinn Féin (falls die Plätze eingenommen würden), Plaid Cymru und Social Democratic and Labour Party. Wie dann die Sitzverteilung aussähe, mag ich zu so später Stunde jetzt nicht mehr ausrechnen ;-)

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